14.-16. August 2026
Buchmannhof/Diersbach




14.-16. August 2026
Buchmannhof/Diersbach





Foto: Jens Junge

52. Tagung Radio Jazz Research
In Zusammenarbeit mit dem Förderverein Jazz Hansestadt Lübeck e.V.
3. – 5. September 2026 Lübeck
„Perspektive: Jazz-Forschung“
Hotel Park Inn, Willy-Brandt-Allee 1-5 + Diele, Meng-Str. 41-43, 23554 Lübeck
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PROGRAMM
Versuch einer Bestandsaufnahme und ein Blick in die Zukunft unter der Prämisse der New Jazz Studies.
Mit den New Jazz Studies, die sich im Zuge der 1990er Jahre in den USA zu entwickeln begannen, etablierte sich ein neuer Ansatz in der Jazzforschung. Wichtiger Aspekt war ein verändertes, wesentlich erweitertes Verständnis der Jazzgeschichtsschreibung. Zudem entstand ein neues Bewusstsein für eine möglichst vorurteilsfreie Einbeziehung von verschiedenen Disziplinen (Studies), Menschen (Gender, Race, Class) und Regionen (vgl. Jazz-Diaspora). Die New Jazz Studies fanden in der Folge auch in Europa zunehmend Resonanz.
Die 52. Tagung von Radio Jazz Research bietet verschiedene Ansätze zum Verstehen dieser New Jazz Studies und möchte diese Ansätze auf unterschiedliche Weise reflektieren.
Donnerstag, 3. September 2026:
19.30 Uhr Meeting Hotel Park Inn, Willy-Brandt-Allee 1-5
Freitag, 4. September 2026 Hotel Park Inn
9.30 Uhr
Tim Wall (Birmingham):
The BBC Road to British Mainstream Jazz 1945 to 1960
Moderation: Arne Schumacher
This presentation looks at the BBC’s postwar attempts to programme for British jazz fans increasingly divided between those championing the revival of older styles and those pushing ahead with the new. The solutions included different types of jazz on different stations, different programme formats and, ultimately, the development of a ‘mainstream jazz’. The idea of a main current flowing through the history of jazz becomes ubiquitous in transatlantic jazz discourse, but also has important institutional implications for the corporation. In part, the BBC sought to unite jazz fans in order to maximise its audiences for such minority programmes, but they also captured a British movement led by revival jazz trumpeter Humphrey Lyttelton, who became the voice of BBC jazz as the most featured presenter.
This allows us to better understand the new BBC stations, the key staff who developed jazz programmes, and the programme formats and the musicians they featured. Programmes include Kings of Jazz (1945 to 1946), Jazz Club(1947 to 1974), Jazz for Moderns (1950 to 1957), Let’s Settle for Music (1952 to 1958), Jazz Session (1957 to 1964), Chris Barber Bandbox (1958), Music in the Modern Manner (1958 to 1959).
10.30 Uhr
Frédéric Döhl (Hamburg):
Jazz 1959. Kleine und große Geschichten aus einem goldenen Jahr
Moderation: Michael Rüsenberg
Die dümmste Einlassung zum Jazzjahr 1959 stammt von Nicholas Payton: „Jazz ist tot. Er starb 1959 und kommt nie wieder!“. Die intelligenteste, eleganteste bietet Frédéric Döhl mit seinem an Erkenntnissen prallvollen Buch unter dem harmlosen Titel „Jazz 1959. Kleine und große Geschichten aus einem goldenen Jahr“ (300 S., Transcript Verlag, 2024, als PDF-Download kostenlos). Nicht nur debattiert er die Großen Acht von 1959 („Kind of Blue“, „Giant Steps“, „The Shape Of Jazz To Come“, „Time Out“ u.a.), er hat auf Spotify eine Playlist mit 163 Stücken aus 800 Alben jenes Jahres hinterlegt. Döhl führt die unter-theoretisierte deutsche Jazzwelt zugleich ein in die Frage „Was ist ein Genre?“ und in die New Jazz Studies. Frédéric Döhl, 48, ist promovierter und habilitierter Musikwissenschaftler sowie Dr. jur., im Hauptberuf Strategiereferent der Deutschen Nationalbibliothek. Jüngst hat er eine Honorarprofessur am Marburg Center for Digital Culture and Infrastructure (MCDCI) übernommen.
11.30 Uhr
Gaja von Sychowski (Lübeck):
Jazz, Gender & (MusikHoch)Schule –
TextArt als eine neue Jazz-Impro-Praxis
Moderation: Peter Ortmann
An der Lübecker Musikhochschule (MHL) ist Jazz/Rock/Pop in die pädagogischen Studiengänge integriert. Die Studierenden sprechen Jazz/Rock/Pop (oder andere Stilistiken) als ihre Muttersprachen. Philosophie ist nicht ihre Mother Tongue. Sie haben in der Lehrkräftebildung aber auch die Aufgabe, eine Haltung zu Gender, Woke, Democracy & Humanity zu entwickeln. Für die Allgemeine Pädagogin an der MHL ergibt sich in diesem Kontext die Frage: How to do Reflexion with Musical Natives? Wie bringe ich Jazzer_innen dazu, sich mit Erziehungs- und Bildungsphilosophie zu befassen? Der Weg heißt: Doing Philosophy in Musicking (siehe C. Small 1998). Wie geht das? Sie werden es hören.
14.30 Uhr
Ádám Havas (Madrid):
Diasporic Jazz
Moderation: Michael Rüsenberg
„Diasporic Jazz“ oder auch „Jazz Diaspora“ – in diesen oder auch anderen Wortlauten sickert mehr und mehr ein Begriff in die Alltagkommunikation über Jazz. Was ist damit gemeint? US-Jazzmusiker, die sich in Europa niedergelassen haben? Der „schwarze“ Jazz? „Der Jazz wurde nicht ‚erfunden‘ und dann exportiert: Er wurde erfunden, während er sich verbreitete“, so lautet der meistzitierte Satz in einem Band, der die Vielstimmigkeit zum Thema sammelt – und ganz anders auffächert, als der Titel verrät: «The Routledge Companion to Diasporic Jazz Studies“.
Der Satz stammt von Bruce Johnson; er ist ebenso wie Ádám Havas Co-Herausgeber dieser Anthologie. Letzterer schreibt dort z.B. über die Mühelosigkeit, mit der Gypsy/Romani-Musiker in den 50ern in den Bebop konvertierten. Ádám Havas ist Soziologe, geboren in Ungarn, er war Gastwissenschaftler am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen, 2025 wechselte er an die soziologische Fakultät der Universität Barcelona.
15.30 Uhr
André Doehring (Graz):
Versuche, die Jazz-Charts im „Jazz Echo“ zu verstehen, oder:
Auf dem Weg zu einer Jazzhistoriographie der jüngeren Vergangenheit
Moderation: Arne Schumacher
Jazzgeschichte, so hat es Scott DeVeaux (1997) formuliert, ist zugleich eine Quelle und ein Prisma der jazzmusikalischen Gegenwart. Je farbenreicher sich diese Gegenwart darstellt, umso mehr sollte die Geschichte des Jazz ihr Zustandekommen erklären können. Daher schaue ich mir mit Studierenden in meiner Jazzgeschichtsvorlesung jeweils zum Start des Semesters die aktuellen Jazz-Alben-Charts an, wie sie in Jazz Echo auf Basis von Daten durch die GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) erhoben worden sind. Jazzcharts wurden in der Jazzgeschichte meist verdeckt, und so sind die Studierenden stets verblüfft darüber, welche Alben sie hier versammelt sehen, welche Alben ihrer Meinung nach fehlen, und sie fragen sich, was diese Zusammenstellung über den aktuellen Status des Jazz aussagen kann. Grundsätzlich scheint (nicht nur) ihnen eine jazzhistorische Idee zu fehlen, die diese äußerst bunte Mischung verständlich macht.
Der Vortrag wird zunächst empirisch das Chartgeschehen der letzten fünf Jahre (2021-2026) dokumentieren und analysieren. Zusammengefasst sehen wir eine – im Jazzfeld durch erwartbare – Dominanz US-amerikanischen Jazz, männlicher Musiker und von Musik auf Major Labels. Bemerkenswert sind aber die Durchdringung der aktuellen Charts mit älteren Jazzalben, mit hybriden Genres sowie ein Einfluss von europäischen Independent Labels.
Im zweiten Teil werde ich für eine jazzhistorische Integration dieser Charts (und ähnlicher weltweit) plädieren. Anstatt diese Charts wie bisher für jazzgeschichtliche Untersuchungen abzutun oder zu ignorieren, sollten wir sie als Testfall für die Entwicklung adäquater jazzhistorischer Narrative der jüngeren Vergangenheit verstehen, die uns die jazzmusikalische Gegenwart in ihrer Vielfarbigkeit verstehen helfen.
16.30 Uhr
Walter van de Leur (Amsterdam):
No Future: Is Jazz Dead?
Moderation: Michael Rüsenberg
Jazz, once a progressive, forward-looking culture with the optimistic promise of growth and innovation, has partly evolved into one drenched in melancholia. Central to that melancholia is the idea that the music’s high point lies somewhere in the past (for some, over sixty years ago, with 1959 as the greatest year in jazz), leaving fans suffering from a golden age syndrome. Historical criteria tend to shape the music’s aesthetics. Fans and critics often judge works against the standards of that hallowed tradition. Consequently, the music’s past and its deceased icons have come to haunt the present. Up-and-coming musicians are typically asked to identify their influences and are wise to pay lavish respect to their long-deceased predecessors. In addition, productions that celebrate jazz’s history (films, biopics, documentaries, commemorations, statues, and plaques) – despite their undoubtedly good intentions – all too often push racist, heteronormative, and sexist agendas.
This paper examines the often-asked question ‘Is jazz dead?’ to show that it is fundamentally political and therefore far from neutral. After all, ideas about jazz’s glorious past, its presumed death, and the ensuing resurrection myths tend to be loaded with ideologies about who owns the music and therefore gets to decide who is relevant and who isn’t.
Sonnabend, 5. September 2026 Diele, Meng-Str. 41-43
9.30 Uhr
Stefan Hentz (Hamburg):
„Miles Davis – Sound eines Lebens“ (Reclam-Verlag 2026)
Der Autor im Gespräch mit Hans-Jürgen Linke
10.30 Uhr
Fabian Bade / Willem Strank (Lübeck):
50 Years At The Opera.
Zum 50sten Jubiläum von „A Night at the Opera“, dem Album von Queen
Moderation: Arne Schumacher
Am 21. November 2025 jährte sich die Veröffentlichung des Albums „A Night at the Opera“ von der englischen Rock-Band Queen zum 50. Mal. Interessanterweise liegen im Vergleich zu anderen berühmten und zentralen Bands des 20. Jahrhunderts (Beatles, Rolling Stones etc.) bisher kaum wissenschaftliche Publikationen zu Queen vor. Die populären sind ausschließlich für den eingefleischten Fan gemacht und lassen den tieferen Einblick in der Regel vermissen. Der Vortrag – und eine spätere Publikation – will die Lücke schließen, indem fundierte Beiträge mit Storytelling- und Interview-Versatzstücken sowie Track-by-Track-Analysen kombiniert werden und so gleichzeitig Fachleute, Sammler und Fans zur Zielgruppe werden können. Dabei geht es auch um die bunte Rezeptionsgeschichte des Albums und seines berühmtesten Tracks „Bohemian Rhapsody“, etwa in dem Queen-Biopic oder in zyklisch wiederkehrenden SocialMedia-Trends.
11.30 Uhr
Podiumsdiskussion: Ausblick der Tagung
mit André Doehring, Ádám Havas, Michael Krzeminski und Walter van de Leur.
Key Note: André Doehring
Moderation: Michael Rüsenberg
Die New Jazz Studies entstanden aus Kritik des Gegenstands ‚Jazz‘, seiner Kanon-Kritik sowie poststrukturalistischer und postkolonialer Institutionen-Kritik. Dies führte zur Erweiterung des Untersuchungsfelds (inkl. für Radio Jazz Research relevanter Untersuchungen zu den Medien des Jazz) sowie zum Prinzip der vorurteilsfreien Einbeziehung vieler beteiligter Disziplinen (Studies), Menschen (Gender, Race, Class) und Regionen (vgl. Jazz Diaspora-Konzept). Führt(e) manches nicht mitunter zu neuen Verwerfungen (etwa die Forderung, alle Jazzinstitute in Black American Music Institutes umzubenennen)? Benötigt es momentan ein Innehalten und Neujustieren in einer äußerst angespannten politischen Lage, in der viele dieser Themen oft kritisch bis abweisend gesehen werden?
Was kann insbesondere Radio Jazz Research von dieser Debatte mitnehmen?
Ende der Tagung: 13.00 Uhr
Wir bedanken uns bei der

Die Tagung wird finanziell ermöglicht durch eine Förderung der Lübecker Possehl-Stiftung – herzlichen Dank!

Die Tagung wird finanziell unterstützt durch den Förderverein Jazz der Hansestadt Lübeck – herzlichen Dank!
Birmingham, UK 2027 – Thursday 8 – Sunday 11 April 2027
The tenth Rhythm Changes conference will take place at the Royal Birmingham Conservatoire (RBC), UK, from 8 to 11 April 2027. This four-day multidisciplinary conference features keynotes, academic papers, and panels, and brings together researchers, writers, musicians, critics, and others interested in jazz studies from around the world.
For our tenth conference, we have an open call for papers addressing the meaning and significance of jazz from multiple academic perspectives, including cultural studies, musicology, cultural theory, music analysis, jazz history, media studies, and practice-based research. What are you working on now? What are your thoughts? Bring them, share them with us.
We particularly welcome proposals from under-represented groups and communities in jazz studies and academia more generally, including people of colour, those who identify as women or gender diverse, and people with disabilities. Our call is open.
Further information:
Please submit your proposal (max. 250 words), including a short biography (max. 50 words) and institutional / organisational affiliation (if any), as a Word document to Nicholas Gebhardt and Tony Whyton (Conference directors): rhythmchanges2027@bcu.ac.uk. Papers are 20 minutes long (plus a 5-minute Q&A); panels contain three papers. We also welcome panel proposals of three or four presenters. If you have a format that doesn’t fit these conventions, talk to us: if we can accommodate it, we will.
The deadline for proposals is 15 September 2026; we will communicate outcomes to authors by 31 October 2026. The conference committee comprises Christa Bruckner-Haring, Juliane Deil, Nicholas Gebhardt, George McKay, Beatriz Nunes, Sarah Raine, Loes Rusch, Walter van de Leur and Tony Whyton.
Rhythm Changes TEN is hosted by the Royal Birmingham Conservatoire, part of Birmingham City University. RBC is the UK’s most recently established purpose-built conservatoire building, opened in 2017, with a dedicated jazz club and a 440-seat concert hall. RBC also hosts the annual Eastside Jazz Festival, which was first held in 2026.
Rhythm Changes TEN continues to build on the legacy of the research project Rhythm Changes: Jazz Cultures and European Identities (2010– 2013), funded as part of the Humanities in the European Research Area (HERA) Joint Research Programme. In the spirit of Rhythm Changes, the project team continues to develop networking opportunities and champion collaborative research in transnational jazz studies.
Updates on the conference will be available on the Rhythm Changes website and Facebook.
52. Radio Jazz Research-Tagung:
Das Thema: Perspektive: Jazz-Forschung.
In Kooperation mit dem Förderverein Jazz Hansestadt Lübeck e.V.
Lübeck, 3. – 5. September 2026
53. Radio Jazz Research-Tagung:
Das Thema: Wild Card – Freie Themenwahl
In Kooperation mit dem Internationalen Jazzfestival Münster
Münster, 7. – 9. Januar 2027
54. Radio Jazz Research-Tagung:
Das Thema: Jazz im politischen Leben –
Zur medialen Rezeption improvisierter Musik in Deutschland
Siegburg, 2.- 4. September 2027
OHNE GEWÄHR


51. Tagung Radio Jazz Research
In Zusammenarbeit mit dem Lippmann & Rau-Archiv
16. – 18. April 2026, Eisenach
Jazz im politischen Leben.
Zur Rezeption improvisierter Musik in Deutschland
Lippmann & Rau-Archiv, Alte Mälzerei, Palmental 1

Zum Programm
ABLAUF
Donnerstag, 16. April 2026 Meeting RJR20.00 Uhr im Hotel „Thüringer Hof“,
Freitag, 17. April 2026
TAGUNG 1. Tag
im Lippmann & Rau-Archiv
9.30 Uhr
Peter Niedermüller:
Zwischen Zensur und unterhaltender Zerstreuung
Zum Umgang mit Musik in totalitären Systemen
10.30 Uhr
Katharina Weissenbacher:
Zwischen Jazzbrücke und Free Jazz – die Jazzszene in der DDR
11.30 Uhr
Ulf Drechsel:
Jazzjournalist Karlheinz Drechsel
Drahtseilakt an kurzer und langer Leine der Partei
14.30 Uhr
Das RJR-Porträt08:
Das L&R Archiv als politische Institution
Daniel Eckenfelder im Gespräch mit Bernd Hoffmann
15.30 Uhr
Michael Rauhut:
Populäre Musik und Politik in der DDR
Forschungsperspektiven, Erkenntnisse, Themenfelder
17.00 Uhr
Nonkonformismus in DDR-Jazzclubs
Michael Rüsenberg im Gespräch mit Martin Breternitz
20.00 Uhr
Uwe Kropinski (g)
Im Lippmann & Rau-Archiv
– öffentliches Konzert –
Samstag, 18. April 2026
TAGUNG 2. Tag
im Lippmann & Rau-Archiv
9.30 Uhr
Rüdiger Ritter:
Wie und warum observiert man Jazz?
Ein „Leitfaden“ aus der DDR
10.30 Uhr
Das RJR-Porträt09:
Uwe Kropinski
Im Gespräch mit Arne Schumacher
11.30 Uhr
Marie Härtling:
Das Jazzinstitut Darmstadt
Ein Kulturinstitut der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Änderungen vorbehalten
1) Buch: Christa Bruckner Haring (ed) – WOMAN & JAZZ – 40,79 €

Women and Jazz: European Perspectives from Researchers and Artists is an edited volume bringing together the work of female researchers exploring the complex relationship between jazz and gender. Who are the European and Europe-based women in jazz, and do they perceive jazz as still being a male-dominated world? Women and Jazz encompasses a broad range of views and themes, including the role of women in European jazz history, their daily lives, motherhood, music education, festivals, and live performance.
This volume features interviews with 25 female European or Europe-based jazz artists, which serve as tangible illustrations of the female experience in professional jazz. This volume also sheds light on hidden gems within jazz, introducing readers to talented female artists who may have been overlooked. Readers can gain insight into inspiring stories of perseverance and creativity, as well as unique perspectives that each musician brings to the music. By reading this book, individuals can contribute to amplifying underrepresented voices in the world of jazz and promoting a more inclusive understanding of the music and society. Women and Jazz will be of interest to jazz professionals, popular music scholars, gender studies scholars, teachers, students, and anyone wanting to learn more about women’s perspectives on the field of jazz.
Women and Jazz: European Perspectives from Researchers and Artists enthält Beiträge von Wissenschaftlerinnen, die sich mit der komplexen Beziehung zwischen Jazz und Gender befassen. Wer sind die in Europa wirkenden Frauen im Jazz, und empfinden sie Jazz immer noch als eine von Männern dominierte Welt? Women and Jazz umfasst ein breites Spektrum an Ansichten und Themen, darunter die Rolle der Frauen in der europäischen Jazzgeschichte, ihr Alltag, Mutterschaft, Ausbildung, Festivals und Live-Auftritte.
Dieser editierte Sammelband enthält Interviews mit 25 europäischen oder in Europa lebenden Jazzmusikerinnen, die spannende Einblicke in inspirierende Geschichten über Ausdauer und Kreativität sowie in einzigartigen Perspektiven der Musikerinnen gewähren. Somit trägt das Buch dazu bei, unterrepräsentierte Stimmen im Jazz zu verstärken und ein integrativeres Verständnis von Musik und Gesellschaft zu fördern. Women and Jazz ist gerichtet an Jazzinteressierte, Forschende, Lehrende, Studierende und alle, die mehr über Perspektiven von Frauen im Bereich des Jazz erfahren möchten.
https://radiojazzresearch.de/wp-content/uploads/2026/01/Contents_Women-and-Jazz.pdf
2) Buch: Reclam Verlag – Stefan Henz – MILES DAVIS – SOUND EINES LEBENS – 32,00 €

Miles Davis war ein Virtuose des Jazz. Ein Mann der Wandlungen, zart und hart, verletzlich und verletzend, schüchtern und arrogant. Davis verband künstlerische Integrität mit Sensibilität und verrückte die Grenzen des Jazz immer wieder neu. Sechs Mal, so meinte er auf einem Empfang im Weißen Haus, habe er die Musikgeschichte revolutioniert. Sein Album »Kind of Blue« gilt vielen als die beste Jazz-Platte aller Zeiten. Weltweit erfolgreich, mit allen Insignien von Wohlstand ausgestattet und privilegiert in der Männerwelt des Jazz, blieben rassistische Diskriminierung und die daraus resultierende Wut prägend für seine künstlerische Persönlichkeit.
Stefan Hentz zeichnet Leben und Werk dieses außergewöhnlichen Musikers und Menschen so fundiert wie kenntnisreich nach.


17.- 19. Juli 2025
Landgasthof Bauböck / Familie Voglmayr
G.-Schachinger-Weg 2
A-4770 Andorf
0043/7766/2279
50. Tagung Radio Jazz Research
In Zusammenarbeit mit dem INNtöne Festival 2025
Ein echtes Jubiläum: Radio Jazz Research – die 50. Tagung. Wer seinerzeit bei der ersten Zusammenkunft unter der Überschrift «Radio Jazz Research» eine solche Perspektive in den Raum gestellt hätte, wäre belächelt worden. Über die Jahre ist die Initiative zu einer Institution geworden: einem offenen, international besetzten Treff von Jazz-Aktivisten und -Aktivistinnen, einem Pool für die Beschäftigung mit Jazz-Themen verschiedenster Art. Die 50. Tagung gibt Anlass zum Feiern, zu einem Blick zurück – aber vor allem (wie immer) zur perspektivreichen Fortsetzung. Neue und vertraute Gäste tragen zur thematischen Vielfalt bei. Die Anbindung an das einzigartige INNtöne Festival (Herzlichen Dank an Paul Zauner!), das in diesem Jahr zum 40. Mal stattfindet, ist eine geradezu ideale Kombination. Auf eine weitere gelungene Tagung!
TAGUNGSPROGRAMM
I) 18. Juli 2025
Tagung im Landgasthof Fest Raum
1) 9.15 Uhr:
„Wir wollten eigentlich nur den Moderatoren-Nachwuchs fördern“
Bernd Hoffmann in Gespräch mit Arne Schumacher zu 50 RJR-Tagungen
2) 10.45 Uhr:
Gewohnheiten und Improvisation. Ein ästhetisches Verhältnis
Vortrag von Alessandro Bertinetto (Turin)
3) 11.45 Uhr:
«Is It a Man`s World?» Herausforderungen für Instrumentalistinnen im Jazz
Vortrag von Christa Bruckner-Haring (Graz)
4) 14.30 Uhr:
Das RJR-Porträt05
Der Pianist und Dozent Hans Koller (London)
Oliver Weindling -Moderation-
5) 15.30 Uhr:
Das RJR-Porträt06
Der künstlerische Leiter Jazzclub Porgy & Bess (Wien), Christoph Huber
Andreas Felber -Moderation-
6) 16.30 Uhr:
Radio Jazz Research – Perspektive Zukunft
Diskussion mit Ulf Drechsel, Arne Schumacher, Constantin Sieg, Maren Wessels,
Christa Bruckner-Haring -Moderation-
II) 19. Juli 2025
Tagung im Landgasthof, erste Etage – Festraum
7) 9.15 Uhr:
Jazz und Politik – Wer benutzt wen? Zur Geschichte einer schwierigen Beziehung
Vortrag von Rüdiger Ritter (Bremerhaven)
8) 10.15 Uhr:
Zur Visualisierung des Jazz
Der Dokumentarfilmer Thomas Mau (Wuppertal) im Gespräch mit Bernd Hoffmann
9) 11.45 Uhr:
The Shade of Jazz to Come: Jazzvermittlung an Kinder und Jugendliche
Vortrag von André Doehring (Graz)
13.15 ENDE der Tagung
Diese Tagung wird durch Paul Zauner und das INNtöne-Festival maßgeblich gefördert!
Inntöne 18.-20. Juli 2025
40. Festival „Jazz am Bauernhof“
Zum 40. Mal findet von 18. Juli bis 20. Juli das Internationale Inntöne-Jazzfestival statt. Vor 40 Jahren begann alles: Erstmals wurde das Festival unter dem Namen Jazzfestival Sigharting in der Gemeinde Sigharting veranstaltet, dann jahrelang in der Rothuberhalle als Raaber Jazzfest. Organisator Paul Zauner und sein gesamtes Team laden auch in diesem Jahr wieder zum dreitägigen Konzert-Ereignis auf das Gelände des über 250 Jahre alten Buchmannhofs in Diersbach (Bezirk Schärding), wo das Inntöne Festival seit 2002 stattfindet. Auf der Konzertwiese, in Stadl und Stall treten die herausragendsten Musiker aus aller Welt auf und schicken ihre Klänge in die Tiefen des umliegenden Sauwalds. Eine ausgewählte Bio-Kulinarik, zubereitet von Spitzen-Koch Simon Humer und viele Angebote für Kinder machen das Inntöne-Festival zu einem besonderen Sommer-Jazzfest.
Eröffnet wird das 40. Inntöne-Festival orchestral: Inspiriert vom musikalischen Erbe Anton Bruckners zelebrieren Christian Wirth und sein Chameleon Orchestra einen fulminanten weltmusikalischen Klang, bei dem sich in Österreich beheimatete Ausnahmemusiker und Mosambiks Superstar Sänger Stewart Sukuma begegnen. Und es wird nicht der einzige Ausflug ins Weltmusik-Genre bei den Inntönen sein: Außergewöhnliche Strahlkraft bringt Thierry Robin, genannt „Titi“, französischer Folk- und Weltmusikkünstler mit. Der Meister der Gitarre verbindet die mediterrane Welt mit orientalischen Kulturen. Er spielt neben Gitarre auch Buzuq, Mandoline und Oud.
Die Inntöne stehen seit jeher für spannende Entdeckungen: Der charismatische Saxofonist und Komponist James Brandon Lewis (Jahrgang 1983) ist der Musiker der Stunde auf dem weiten Feld des zeitgenössischen Jazz. Mit den Messthetics bringt er am Freitagabend Free und Modern Jazz auf den Punkt. Mit seiner tiefen, vom Gospel geprägten Spiritualität und der Unbekümmertheit des Free-Jazz gelingt ihm auf wundersame Weise die „Verbindung von Tradition mit einer harten Funk-meets-Hip-Hop-Untermalung“, hieß es im Rolling Stone Magazine. Spannend wird es auch am Sonntag mit Sänger Tyreek Mc Dole: Ursprünglich aus Florida, jetzt in New York beheimatet, 24 Jahre jung und Gewinner des renommierten Sara Vaughn Wettbewerbs. McDole, der Wurzeln in Haiti hat, überzeugt durch seine außergewöhnliche Stimme und Musikalität.
In nur wenigen Jahren erlangte sie internationale Anerkennung als erstklassige Pianistin und Sängerin: Die junge Italienerin Francesca Tandoi wird am Sonntagnachmittag die Inntöne-Bühne bespielen. Die britische Jazz- und Soulsängerin Heidi Vogel erinnert in der musikalischen Tiefe an Billie Holiday. Mit unvergesslichen Auftritten von Coco Rosie bis Erykah Badu hat sich die Sängerin mit Wiener Wurzeln in der Live-Musikszene eine bemerkenswerte Nische geschaffen.
Mit Scott Robinson kommt ein Multi-Instrumentalist aus Amerika nach Diersbach. Er gilt als eines der letzten Universalgenies des Jazz. Ebenso große Erwartungen schürt auch das neue Album von Piano-Gigant Yaron Herman, der am Sonntag mit seiner Band sein „Radio Paradise“ vorstellt. Das kongeniale New Yorker Gespann „B3 plus“ mit John Clarke , Dave Taylor und Franz Hackl ist ein längst umjubeltes Blechtrio: ein Kosmos aus Klängen, Stilen und Techniken.
Ein ganz neues Universum eröffnet Anthony Joseph aus UK, der Black Soul und Spoken Word auf die Inntöne-Bühne bringt. Der trinidadisch-britische Schriftsteller, Lyriker und Musiker sorgt mit seinen Auftritten für Furore. Auf seinem Album The Rich Are Only Defeated When Running for Their Lives (2021) legte er „ein kleines Hipster-Who’s Who der Londoner Jazz-,Funk- und Soulszene vor“;Titel zu deutsch: „Die Reichen sind nur besiegt, wenn sie um ihr Leben rennen.“ Release 2025: Rowing up River to Get Our Names Back. Als spezieller Gast ist der Ausnahmekünstler David Okumu dabei. Lassen wir uns überraschen!
Extreme Talente sind bei den Inntönen stets herzlich willkommen: Hans Koller betritt mit seinem 12-Jährigen Sohn Louis die Bühne. Der gebürtige Landshuter lebt seit 1981 in London leitet das renommierte Trinity College of Music. Spezieller Gast im Hans Koller Quintet ist der Amerikaner John O’Gallagher.
Erdige Roots Musik im Duo erwartet uns von Dean Bowman und Roland Guggenbichler. Die Powerhouse-Band von Blair Clarke, Danny Lerman und Uli Geissendoerfer wird mit ihrem Programm eine Premiere feiern. Da wird keiner mehr auf seinen Campingstühlen sitzen bleiben.
Einen Festival- Höhepunkt werden sicher Face of God mit ihrer grandiosen sardinischen, traditionellen Vokalmusik bilden. Als Kontrast zu den erdigen Stimmen ist der virtuose holländische Cellist Ernst Reijseger zu nennen. Er komponierte einst ein Stück für Werner Herzogs Film „My Son, my son what have you done“- und dieses hieß „Face of God“.
Die Inntöne stehen immer schon für Innovation und verjüngen sich weiter. Der Stadl ist in diesem Jubiläumsjahr verstärkt frei für die junge Szene, diese wird hauptsächlich von Frauen geleitet. Am Freitag werden drei junge Bands präsentiert, welche alle von großartigen Musikerinnen geleitet werden. Mena Plankensteiner ist Organisationsleiterin, Sängerin und Flötistin der Jugend-Band „Jumping Jungle“. Am Keyboard von Jumping Jungle spielt der 12-Jährige Xaver Plankensteiner, eines der großen Talente im Jazz. Die Schwedisch Stämmige Londonerin Rebecka Edlund, leitet die Vortex London Youngsters und wird beim INNtöne Festival in der Scheune und St. Pigs Pub fünf Sets spielen. Für eine neue, junge Musikergeneration in Österreich steht die Welser Bassistin Kathi Angerer. Mit der Sängerin Bamlak Werner bildet sie UN:KNOWN TALES, ein famoses, spritziges Quartett. Und im Quintet seiner Vaters Hans Koller spielt der 12 Jährige Ventilposaunist Louis Koller. Er wird in London bereits sehr beachtet.
Aus New Orleans eingeflogen kommt der Blues-Grande Johny Sansone und veredelt mit Swamp Blues die italienische Combo rund um Vicenzo Barratin.
Im Pigs Pub dürfen die Inntöne-Gäste zwei Nächte lang mit Ausnahme-Trompeter Mario Rom und Clemens Salesny im Quintett schwelgen. Mit Piano-Legende Kirk Lightsey als speziellem Gast, werden sie Musik von Eric Dolphy präsentieren. Ein weiterer Weltpianist ist Carlton Holmes, er kommt mit seinem Trio am Freitag ins St. Pigs Pub. Der angesagte Tubist, Posaunist HG Guternigg kommt mit White Faces am Sonntag um die Mittagsstunden zum INNtöne Festival.
Für Kinder gibt es während des Festival-Samstag und Sonntag ein umfangreiches Programm mit Puppentheater, Basteln, Malen und Gestalten. Shuttle-Service von den naheliegenden Städten Schärding und Passau . Zahlreiche kostenlose Campingmöglichkeiten für Zelt und Wohnwagen gibt es rund um den Hof. Wie bei der Musik wird auch beim Essen auf höchste Qualität gesetzt: Ob Schweinsbraten oder vegane Köstlichkeiten, Grillhähnchen, Bio-Bier, köstliches Gebäck: jeder Festivalbesucher wird beim vielfältigen Speisenangebot fündig werden. Gekocht wird von Simon Humer und seinem Team (Biohof Thomabauer), das sich schon im vergangenen Jahr bewährt hat. Das Inntöne-Festival legt bei den Bezugsquellen besonderen Wert auf Regionalität und nachhaltige oder Bio-Landwirtschaft, zum Beispiel Fisch vom eigenen Buchmannhof.
Ein besonderes Yoga-Angebot und eine Kunstausstellung runden das Programm ab.
Nähere Informationen, Bilder zum Download und Programmübersicht unter www.inntoene.com
Paul Zauner
49. Radio Jazz Research-Tagung
Wild Card – Offene Themen (Mitglieder und Gäste)
Münster, 2.- 4. Januar 2025

Parkhotel Schloss Hohenfeld, Dingbängerweg 400, 48161 Münster.
In Verbindung mit dem Internationalen Jazzfestival Münster (3.- 5. Januar 2025 im Theater Münster)
Wild Card ist ein wiederkehrendes Format, in dem der Arbeitskreis Radio Jazz Research nicht wie im Regelfall ein leitendes Thema aus verschiedenen Perspektiven ausleuchtet. In Münster bieten wir wieder einen thematisch offenen Reigen von Vorträgen, Referaten und Gesprächen.
Wie in Siegburg begrüßen wir zwei Gäste zu unseren Porträt-Gesprächen.
3. Januar 2025
9.45 Uhr
Michael Rüsenberg im Gespräch mit dem Jazzforscher Walter van de Leur
10.45 Uhr
Das RJR-Porträt03
Der Festivalmacher Fritz Schmücker
Thomas Mau -Moderation-
11.45 Uhr
Marie Härtling: Die Sammlung Werner Wunderlich, eine Bestandsaufnahme
Vorgestellt von Bernd Hoffmann
14.30 Uhr
Das RJR-Porträt04
Die Saxofonistin und Bandleaderin Caroline Thon
Arne Schumacher -Moderation-
15.30 Uhr
Gerhard Putschögl: Reinterpretation/Covering: Kulturelle Aneignung in Jazz und Popularmusik – Teil II
Vorgestellt von Michael Rüsenberg
4. Januar 2025
9. 30 Uhr
Michael Rüsenberg:
Wie ich einmal – und nicht Gregor Gysi – zum Rassisten erklärt wurde
Vorgestellt von Arne Schumacher
10. 30 Uhr
Thomas Olender: Hit-Songwriting und Improvisation: Jazz aus Sicht der Tin Pan Alley
Vorgestellt von Thomas Mau
11.30 Uhr
Thomas Zoller: Kultur mit Jazz und das Pflänzchen der Vermittlung.
Hingucken in der Jetzt-Zeit, eine Standortbestimmung
Vorgestellt von Bernd Hoffmann
12.45 Uhr
Ende der Veranstaltung

Im Rahmen der 49. Radio Jazz Research-Tagung fand turnusmäßig die Wahl von Vorstand und Beirat in der Mitgliederversammlung am 3. Januar 2025 in Münster statt. In der Vorstand gewählt wurden Dr. Bernd Hoffmann, Dr. Christa Bruckner-Haring und Oliver Weindling. In den Beirat gewählt wurden Lena Jeckel und Dr. Andreas Felber.
Im Jahr 2027 findet die nächste Wahl von Vorstand und Beirat statt.