37. Arbeitstagung in Diersbach | 06. und 07. Juni 2019: Festivals

Gruppenfoto Diersbach 2019

„Festivals – Konzepte, Profile, Schräglagen“

Mittwoch, 05.06.2019: 20:00 Uhr

20:00 Uhr       Empfang auf dem Festival-Bauernhof

Donnerstag, 06.06.2019: 14:45 Uhr – 19:00 Uhr

14:45 Uhr        Ankunft

15:00 Uhr        Begrüßung durch Paul Zauner, INNTöne-Festival, und Dr. Bernd Hoffmann, Vorsitzender Radio Jazz Research

15:15 Uhr        Der Jazz und sein Publikum. Aktuelle und historische Untersuchungen zu Festival-Besuchen
Lena Verneuer, Fritz Schmücker und Michael Rüsenberg

16:15 Uhr        Diskussion

16:30 Uhr        Pause

16:45 Uhr        Neue Räume, Formate und Konzepte. Gedanken zum Jazz-Festivalbetrieb der Gegenwart
Anke Steinbeck

17:15 Uhr        Diskussion

17:30 Uhr        Pause

17:45 Uhr        Standpunkt: Arne Schumacher im Gespräch mit Festivalmacher Reiner Michalke

18:30 Uhr        Diskussion

19:00 Uhr        Abendessen

Freitag, 07.06.2019: 10:00 Uhr – 13:00 Uhr

10:00 Uhr        Der Jazz und seine Festivals. Eine Diskussion mit Dan Ouellette (Jazzkritiker, Downbeat, Chicago), Tim Dickeson (Jazz Photographer, Jazzwise) und Klaus Widmann (Präsident und künstlerische Leiter, Südtirol Jazzfestival AltoAdige, Bozen)
Moderation: Arne Schumacher (Radio Bremen)

11:00 Uhr        Diskussion

11:15 Uhr        Pause

11:30 Uhr        „Wir senden live von den INNTönen“ – Jazzfestivals und die Medien
Bernd Hoffmann

12:00 Uhr        Diskussion

12:15 Uhr        Pause

12:30 Uhr        Vorstellung des Festivals INNTöne
Paul Zauner im Gespräch mit Oliver Weindling

13:00 Uhr        Mittagessen (Selbstzahler)


Foto: Kath. Pfarrkirche hl. Martin in Diersbach; von Peter Lauppert – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=42859127

Zwischen Optimismus und Dystopia – Labels im digitalen Zeitalter (Tagungsbericht)

RJR-Mitglied Stefan Hentz liefert einen detaillierten Bericht zur 36. Radio Jazz Research-Arbeitstagung, die am 3. und 4. Januar 2019 in Münster stattfand.

Lange Zeit prägten sie als Gatekeeper das jeweils aktuelle Gesicht des sich entfaltenden Jazz. Labels waren das Warenzeichen, das einen verlässlichen Geschmack, eine verlässliche Qualität verbürgten, und zugleich standen sie für den Willen zur Dauer, für die Entschlossenheit, über tagesaktuelle Hits und Trends hinaus ein mehr oder weniger breit gefächertes Labelprogramm aufzubauen und der – durchaus auch ökonomischen – Kraft dies auch zu tun. Geführt von leidenschaftlichen Gründern und Eigentümern (oder manchmal auch angestelltem Leitungspersonal) bieten Labels den Musikern ihres Vertrauens die Möglichkeit, ihre Pläne zu verwirklichen und ihre Musik zu veröffentlichen. Labels unterstützen bei der Realisierung dieser Pläne und bei der Entwicklung von Strategien das vorliegende Produkt zu den Interessenten, zu Hörern und Multiplikatoren zu bringen, helfen, kommerzielle Misserfolge zu verdauen und setzen mit ihrer Auswahl dessen, was sie fördern, bis heute die Standards dessen, was hip und heiß ist im Jazz. Manche Phasen und stilistische Zweige der Jazzgeschichte sind so eng mit der Arbeit bestimmter Labels verknüpft, dass der Labelname fast schon zum Synonym für bestimmte Klangvorstellungen geworden sind: Blue Note oder Prestige, Impulse oder ESP, Intakt oder FMP oder ECM – die Liste bleibt offen.

Mit dem Prozess der fortschreitenden Konzentration der Musikindustrie, tritt allerdings die Bedeutung der Labels, von denen viele mittlerweile als Untereinheiten der großen Unternehmen nur noch wenig mehr behalten haben als den vertrauten Namen, etwas zurück … [Weiterlesen]

Michael Rüsenberg im Gespräch mit Prof. Dr. André Doehring (Pop Weiter Denken)

Anlass des Interviews: Dieser neu erschienene Band im Transcript Verlag.

RJR-Mitglied Michael Rüsenberg spricht anlässlich der Veröffentlichung des Bandes „Pop Weiter Denken“ mit André Doehring (Kunst Uni Graz) über das Verhältnis von Pop- und Jazzforschung. Doehring ist in beiden Forschungsbereichen aktiv und kann daher fundierte Urteile zu den Verbindungen treffen.

Der erste Teil des Interviews
Der zweite Teil des Interviews