Jazz & The City Salzburg | 16. – 20. Oktober 2019

Musiker vor Festungspanorama in Salzburg (Bildrechte: Jazz & The City / Tourismusverband Salzburger Altstadt)
Musiker vor Festungspanorama in Salzburg (Bildrechte: Jazz & The City / Tourismusverband Salzburger Altstadt)
Musiker vor Festungspanorama in Salzburg (Bildrechte: Jazz & The City / Tourismusverband Salzburger Altstadt)

Im Oktober schaut die Jazzwelt wieder nach Salzburg. Für fünf Tage wird die malerische Salzburger Altstadt zum Jazz-Hotspot. Auf 30 Bühnen präsentiert Jazz & The City 70 Konzerte – und das kostenlos. Eine beeindruckende Erfahrung, vor allem für Experimentierfreudige.

Im letzten Jahr war Radio Jazz Research in Salzburg zu Gast und konnte sich dort selbst von der Gastfreundschaft der Österreicherinnen und Österreicher vor Ort und von dem abwechslungsreichen Programm von Jazz & The City überzeugen.

Vom 16. bis zum 20. Oktober 2019 geht Jazz & The City nun in die nächste Runde. Weitere Informationen: https://www.salzburg-altstadt.at/de/salzburgjazz

39. Arbeitstagung in Diersbach II | 30. und 31. Juli 2021: Jazz in Europa – Zur aktuellen Situation

39. Arbeitstagung in Diersbach: 30. und 31. Juli 2021   
Jazz in Europa – Zur aktuellen Situation

30. Juli 2021   
Begrüßung: Bernd Hoffmann, Oliver Weindling und Paul Zauner

Podium 01: Die europäische Perspektive 
mit Henning Bolte (Portugal, Griechenland), Urs Röllin (Schweiz), Susanna von Canon (Niederlande), Sebastian Scotney (England), Antoine Bos (Frankreich), Mario Steidl (Österreich).
Moderation: Michael Rüsenberg

Podium 02: Aus dem Jazz-Club ins Internet
Oliver Weindling (Vortex), Kornelia Vossebein (Stadtgarten), Paul Zauner (Jazzclub Passau).
Moderation: Lena Jeckel

Jazz und die Medien: Jazz-Konzerte streamen
Andreas Felber (ORF), Jörg Heyd (WDR), Urs Rölling (Jazzfestival Schaffhausen)
Moderation: Oliver Weindling

Labels und Rundfunk
Joachim Becker (Jazzline), Volker Dueck (Double Moon), Bernd Hoffmann (EX-WDR).
Moderation: Michael Rüsenberg

31. Juli 2021   
Untersuchungen zur Situation
Arndt Weidler (Jazzinstitut Darmstadt): Post-Covid und allgemeine Fatigue oder NEUSTART ins New Normal? Die Jazzlandschaft nach der Pandemie.
Anke Steinbeck (Deutscher Musikrat): Eiszeit im Musikleben? Die Studie des Deutschen Musikrates zu den Auswirkungen der Pandemie
Fleurine (BIM, NL): Impact of Covid on Jazzmusicians in Europe [Zoom]
Moderation: Oliver Weindling

Jazzjournalismus in Deutschland.
Aylin Öz: Jazz in den deutschen Medien – Ergebnisse qualitativer Interviews mit Journalisten überregionaler Medienhäuser. Moderation: Michael Rüsenberg

Podium 03: Studieren in Corona Zeiten
Christa Brucker-Haring (Kunst Universität Graz), Thomas Zoller (Hochschule für Musik Carl-Maria-von-Weber Dresden). Moderation: Bernd Hoffmann

Die 39. RJR-Arbeitstagung in Diersbach findet in Zusammenarbeit mit dem INNtöne Jazzfestival statt und wird von Paul Zauner unterstützt.

english version

39th Workshop in Diersbach: 30 and 31 July 2021  
Jazz in Europe – The Current Situation

30 July 2021 
Opening: Bernd Hoffmann, Oliver Weindling and Paul Zauner

Panel 01: The European Perspective 
With Henning Bolte (Portugal, Greece), Urs Röllin (Switzerland), Susanna von Canon (Netherlands), Sebastian Scotney (England), Antoine Bos (France), Mario Steidl (Austria).
Host: Michael Rüsenberg

Panel 02: From the jazz club to the internet
Oliver Weindling (Vortex), Kornelia Vossebein (Stadtgarten), Paul Zauner (Jazzclub Passau)
Host: Lena Jeckel

Jazz and the media: streaming jazz concerts
Andreas Felber (ORF), Jörg Heyd (WDR), Urs Rölling (Jazzfestival Schaffhausen)
Host: Oliver Weindling

Labels and broadcasting
Joachim Becker (Jazzline), Volker Dueck (Double Moon), Bernd Hoffmann (EX-WDR).
Host: Michael Rüsenberg

31 July 2021   
Analysis of the situation
Arndt Weidler (Jazzinstitut Darmstadt): Post-Covid and general fatigue or NEW START into the New Normal? The Jazz Landscape after the Pandemic.
Anke Steinbeck (German Music Council): Ice Age in Musical Life? The German Music Council’s study on the effects of the pandemic.
Fleurine (BIM, NL): Impact of Covid on Jazz Musicians in Europe [Zoom].
Host: Oliver Weindling

Jazz Journalism in Germany.
Martin Laurentius: Between Newsworthiness and Mainstreamisation
Aylin Öz: Jazz in the German Media – Results of Qualitative Interviews with Journalists of National Media Houses.
Host: Michael Rüsenberg

Panel 03: Studying in Corona Times
Christa Brucker-Haring (Graz University of Art), Thomas Zoller (Carl-Maria-von-Weber Dresden University of Music). Host: Bernd Hoffmann

The 39th RJR working conference in Diersbach takes place in cooperation with the INNtöne Jazzfestival and is supported by Paul Zauner.

38. Arbeitstagung in Remagen – «Wildcard»| 30. und 31. Oktober 2019

Gruppenfoto Remagen 2019

Tagungsprogramm

Mittwoch, 30.10.2019: 14.45 Uhr – 18.30 Uhr

14:30 Uhr        Ankunft
14:45 Uhr        Begrüßung durch Dr. Bernd Hoffmann, Vorsitzender Radio Jazz Research

15:00 Uhr        Sebastian Scotney:
“Lost in Translation” – A cross-cultural multi-lingual perspective on how we write about music.

Dieser Vortrag basiert auf Scotneys Erfahrung, Texte über Jazz aus dem Deutschen, Französischen und Niederländischen ins Englische zu übersetzen. Ihm sind dabei immer wieder einige soziale und kulturelle Unterschiede aufgefallen. In diesem Vortrag stellt er dar, wie Menschen in verschiedenen europäischen Ländern Musik kommentieren und erklären.

15:30 Uhr        Diskussion
15:45 Uhr        Pause

16:00 Uhr        Rainer Dollase: Warum gibt es so wenige Frauen im Jazz – und so viele in der Medizin?

16:30 Uhr        Diskussion
16:45 Uhr        Pause
17:30 Uhr        Abendessen

19:00 Uhr        Oliver Weindling im Gespräch mit Tina Heine, Christina Fuchs und Anke Steinbeck: Fortschritte – Rückschritte. Perspektiven im deutschen Jazz (Revisited)

Wenn nun unter dem Dach von Radio Jazz Research erneut eine Gesprächsrunde zum Titel „Fortschritte – Rückschritte. Perspektiven im deutschen Jazz“ geführt wird, geht es auch um eine aktualisierte Sicht auf nachhaltige Problemlagen. In diesem zweiten Panel zum Thema bringt Oliver Weindling drei weitere Protagonistinnen des aktuellen Jazzgeschehens in Deutschland (und des angrenzenden Österreich) ins Gespräch.

Donnerstag, 31.10.2019: 10.00 Uhr – 13.00 Uhr

10:00 Uhr        Stefan Hentz / Martin Laurentius: Riffs und Zeichen: Texte zu Jazz und anderer Musik

Stefan Hentz und Martin Laurentius gehen neue Wege zum Publizieren von Konzert- und Festivalkritiken.

10:30 Uhr        Diskussion
10:45 Uhr        Pause

11:00 Uhr        Thomas Olender: Der Crossover in den Billboard-Charts der 1950er Jahre

Das Billboard-Magazin unterteilte die Jahresendcharts in den 1950er Jahren in drei unterschiedliche Hitlisten (Pop, Country und R&B). Obwohl der Jazz dort keine explizite Nennung erhielt, findet sich diese improvisierte Musik in zahlreichen anderen Stilistiken und Genres.

11:30 Uhr        Diskussion
11:45 Uhr        Pause

12:00 Uhr        Michael Rüsenberg: „Jazz ist stets politisch“. Stimmt diese Aussage von Mark Turner? Und, hört man sie in seiner Musik?

Im November 2016 (Donald Trump ist gerade gewählt), vermutet der amerikanische Saxophonist Mark Turner im Gespräch mit der NZZ, «dass es wieder zu einer Politisierung der Kunst kommen wird.» Das ist eine Überzeugung, die wie unter einem Brennglas den zentralen Inhalt des Politikverständisses weiter Teile der Jazzszene wiedergibt (s. Titel). «Allein schon der Entscheid, als Jazzmusiker zu leben, ist ein politisches Statement. Denn man entscheidet sich damit für Freiheit, für Emanzipation und gegen den Primat des materiellen Erfolgs“ (Turner)

Michael Rüsenberg unterzieht diese Position einer grundsätzlichen Kritik.

12:30 Uhr        Diskussion
13:00 Uhr        Mittagessen

37. Arbeitstagung in Diersbach | 06. und 07. Juni 2019: Festivals

Gruppenfoto Diersbach 2019

„Festivals – Konzepte, Profile, Schräglagen“

Mittwoch, 05.06.2019: 20:00 Uhr

20:00 Uhr       Empfang auf dem Festival-Bauernhof

Donnerstag, 06.06.2019: 14:45 Uhr – 19:00 Uhr

14:45 Uhr        Ankunft

15:00 Uhr        Begrüßung durch Paul Zauner, INNTöne-Festival, und Dr. Bernd Hoffmann, Vorsitzender Radio Jazz Research

15:15 Uhr        Der Jazz und sein Publikum. Aktuelle und historische Untersuchungen zu Festival-Besuchen
Lena Verneuer, Fritz Schmücker und Michael Rüsenberg

16:15 Uhr        Diskussion

16:30 Uhr        Pause

16:45 Uhr        Neue Räume, Formate und Konzepte. Gedanken zum Jazz-Festivalbetrieb der Gegenwart
Anke Steinbeck

17:15 Uhr        Diskussion

17:30 Uhr        Pause

17:45 Uhr        Standpunkt: Arne Schumacher im Gespräch mit Festivalmacher Reiner Michalke

18:30 Uhr        Diskussion

19:00 Uhr        Abendessen

Freitag, 07.06.2019: 10:00 Uhr – 13:00 Uhr

10:00 Uhr        Der Jazz und seine Festivals. Eine Diskussion mit Dan Ouellette (Jazzkritiker, Downbeat, Chicago), Tim Dickeson (Jazz Photographer, Jazzwise) und Klaus Widmann (Präsident und künstlerische Leiter, Südtirol Jazzfestival AltoAdige, Bozen)
Moderation: Arne Schumacher (Radio Bremen)

11:00 Uhr        Diskussion

11:15 Uhr        Pause

11:30 Uhr        „Wir senden live von den INNTönen“ – Jazzfestivals und die Medien
Bernd Hoffmann

12:00 Uhr        Diskussion

12:15 Uhr        Pause

12:30 Uhr        Vorstellung des Festivals INNTöne
Paul Zauner im Gespräch mit Oliver Weindling

13:00 Uhr        Mittagessen (Selbstzahler)


Foto: Kath. Pfarrkirche hl. Martin in Diersbach; von Peter Lauppert – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=42859127

Zwischen Optimismus und Dystopia – Labels im digitalen Zeitalter (Tagungsbericht)

RJR-Mitglied Stefan Hentz liefert einen detaillierten Bericht zur 36. Radio Jazz Research-Arbeitstagung, die am 3. und 4. Januar 2019 in Münster stattfand.

Lange Zeit prägten sie als Gatekeeper das jeweils aktuelle Gesicht des sich entfaltenden Jazz. Labels waren das Warenzeichen, das einen verlässlichen Geschmack, eine verlässliche Qualität verbürgten, und zugleich standen sie für den Willen zur Dauer, für die Entschlossenheit, über tagesaktuelle Hits und Trends hinaus ein mehr oder weniger breit gefächertes Labelprogramm aufzubauen und der – durchaus auch ökonomischen – Kraft dies auch zu tun. Geführt von leidenschaftlichen Gründern und Eigentümern (oder manchmal auch angestelltem Leitungspersonal) bieten Labels den Musikern ihres Vertrauens die Möglichkeit, ihre Pläne zu verwirklichen und ihre Musik zu veröffentlichen. Labels unterstützen bei der Realisierung dieser Pläne und bei der Entwicklung von Strategien das vorliegende Produkt zu den Interessenten, zu Hörern und Multiplikatoren zu bringen, helfen, kommerzielle Misserfolge zu verdauen und setzen mit ihrer Auswahl dessen, was sie fördern, bis heute die Standards dessen, was hip und heiß ist im Jazz. Manche Phasen und stilistische Zweige der Jazzgeschichte sind so eng mit der Arbeit bestimmter Labels verknüpft, dass der Labelname fast schon zum Synonym für bestimmte Klangvorstellungen geworden sind: Blue Note oder Prestige, Impulse oder ESP, Intakt oder FMP oder ECM – die Liste bleibt offen.

Mit dem Prozess der fortschreitenden Konzentration der Musikindustrie, tritt allerdings die Bedeutung der Labels, von denen viele mittlerweile als Untereinheiten der großen Unternehmen nur noch wenig mehr behalten haben als den vertrauten Namen, etwas zurück … [Weiterlesen]

Michael Rüsenberg im Gespräch mit Prof. Dr. André Doehring (Pop Weiter Denken)

Anlass des Interviews: Dieser neu erschienene Band im Transcript Verlag.

RJR-Mitglied Michael Rüsenberg spricht anlässlich der Veröffentlichung des Bandes «Pop Weiter Denken» mit André Doehring (Kunst Uni Graz) über das Verhältnis von Pop- und Jazzforschung. Doehring ist in beiden Forschungsbereichen aktiv und kann daher fundierte Urteile zu den Verbindungen treffen.

Der erste Teil des Interviews
Der zweite Teil des Interviews